Handschuhe anziehen, Helm aufsetzen, die Sonnenbrille nochmal hervorholen und prüfen, ob die Reifen am Fahrrad noch ausreichend mit Luft gefüllt sind – so sah vermutlich der Samstagmorgen am 18.10.2025 für Einige aus unserer Gemeinde aus.
Bei niedrigen Temperaturen aber im schönsten Sonnenschein trafen wir uns morgens um 10 Uhr an der Regattastrecke in Brandenburg. Jedes Mal, wenn sich jemand mit dem Fahrrad dem Treffpunkt näherte, wurde erstmal gemeinsam gerätselt, wer wohl unter dem Helm, der Mütze, der Sonnenbrille und der dicken Jacke steckt. Spätestens an der Stimme haben wir uns dann aber doch gut erkennen können.
Gemütlich radelten wir auf dem Storchenradweg in einer Gruppe von 17 Fahrradfahrern nach Brielow zur sowjetischen Kriegsgräberanlage. Die sowjetische Kriegsgräberanlage befindet sich direkt am Ortseingang von Brielow auf der linken Seite aus Brandenburg kommend. Dort warteten bereits bekannte Gesichter auf uns, denn wer sich uns nicht mit dem Fahrrad anschließen konnte oder wollte, fuhr einfach mit dem Auto voraus.
Wir haben die Kriegsgräberanlage vor dem Hintergrund der Vorbereitung auf den Gottesdienst für Entschlafene ausgewählt. Ein Mitglied unserer Gemeinde konnte uns ein paar interessante Fakten über die Anlage und ihre Gestaltung erzählen. Einige von uns hatten zudem noch ausreichende Russischkenntnisse und konnten die Inschriften übersetzen. Oftmals handelte es sich um verstorbene unbekannte Soldaten, die zumeist im Jahr 1945 gefallen sind.
Anschließend machten wir uns weiter auf den Weg nach Radewege zur Dorfkirche. Dort kehrten wir im Kirchenschiff ein und ließen bei einem kurzen Wortbeitrag und zwei Liedern etwas körperliche und seelische Ruhe einkehren. Vor der Kirche berichteten uns zwei Ortsansässige begeistert von ihrer Kirche und ihrem Dorf und auch der Aufstieg in den Glockenturm wurde uns ermöglicht.
So langsam konnten wir dann aber alle etwas Stärkung vertragen und radelten ein kurzes Stück weiter ans Wasser in Radewege, wo wir auf einer großen Grünfläche gemeinsam picknickten. Die Sonne und eine heiße Tasse Tee bzw. Kaffee wärmten uns von außen und innen wieder gut auf. Bei netten Gesprächen verging die Zeit wie im Fluge und es wurde Zeit, sich wieder auf den Heimweg zu begeben. In Mötzow hielten wir noch einmal kurz an und ließen die gemeinsame Unternehmung mit ein paar abschließenden Worten ausklingen. Auf dem Weg nach Brandenburg verabschiedete sich jeder dann über ein Klingelzeichen von der Gruppe.
Gottes Engelschutz begleitete uns auf unseren Wegen und insbesondere auf Abschnitten, wo wir auf der Straße fahren mussten oder die Straße gequert haben. Es war in allem ein gelungener Ausflug bei herrlichstem Herbstwetter.
Neuapostolische Kirche