Apostel Kasper legte dem Gottesdienst das diesjährige Konfirmationswort aus dem Brief des Apostels Paulus an die Philipper, Kapitel 2, Vers 4, zugrunde: „[…] und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem anderen dient.“
Zu Beginn seiner Predigt zeigte der Apostel die Spannbreite dieses Gottesdienstes auf: junge Christen die in die Gemeinde hineingehen und gestandene Christen die mit der Gemeinde den Meilenstein ihres 65-jährigen Ehejubiläums feiern. Er verwies auf das Wunder eines Gottesdienstes, indem durch einfache Worte und einen alten Bibelvers alle mit ihren Fragen, Sorgen und auch schönen Dingen angesprochen werden. Das kann nur der liebe Gott, er bringt alles zusammen in Wort, Sakrament und besonderem Segen.
Das Wort zur Konfirmation veranschaulichte der Apostel als Handreichung für die gesamte Gemeinde und verknüpfte es mit dem Jahresmotto „Lasst uns Gutes tun”. Er empfahl den eigenen Blick zu weiten, nicht nur auf sich zu sehen, sondern auch auf den anderen zu schauen. Dies bedeutet nicht, sich selbst zu vernachlässigen. Es beinhaltet aber einen Auftrag an uns als Christen, den anderen nicht zu verurteilen und nicht zu richten. Trotz aller Unterschiedlichkeit üben wir uns darin den anderen zu akzeptieren, ihm zuzuhören und mit Achtung zu begegnen. Dies gilt nicht nur für die christliche Gemeinschaft, sondern auch für das menschliche Miteinander.
An die Konfirmanden aus den Gemeinden Brandenburg und Fläming gewandt, betonte der Apostel, dass sie an diesem Tag besonders im Mittelpunkt der Gemeinde stehen, sehr willkommen sind und Gott ihnen sagt: „Du bist mir wichtig! Ich sorge dafür, dass Du Gutes empfängst. Sei achtsam, tu Dir Gutes, aber sieh auch auf das was anderen dient.“ Apostel Kasper unterstrich, dass im Konfirmandenunterricht gelernt wurde, was dafür getan werden kann. Er empfahl das Gebet als Wundermittel anzuwenden. Wer beten kann, hat etwas was er für andere einsetzten kann, er ist nicht mittellos.
Der Gemeinde gab der Apostel den Hinweis des Stammapostels zum Umgang mit den Konfirmanden, sie nicht zu belehren, sondern zu lieben. Jeder von uns braucht es, geliebt zu werden, so wie er ist.
Bezirksevangelist Schönicke ergänzte den Predigtbeitrag und gab der Gemeinde die Empfehlung behutsam zu lehren.
Nach der Predigt und der Sündenvergebung folgte die Heilige Versiegelung. Die Spendung dieses Sakramentes an zwei Kindern und einem Erwachsen wurde durch den Chor mit dem Lied „Komm, Heil'ger Geist” eingeleitet. Der Apostel betonte, der Glaube ist ein weites und spannendes Feld, indem wir alle Lernende bleiben. Wir teilen die Freude, den Herrn zu haben. Christ sein, heißt frei sein. Wir werden von Gott so geliebt, wie wir sind. Gott steht zu uns, er hält nichts zurück. Er wird immer da sein, dies ist die Sicherheit eines Christen, deswegen können wir glauben, habe Hoffnung und Vertrauen zu Gott.
Im Anschluss folgte der große Moment für die Konfirmanden. Der Chor leitete die Segenshandlungen zur Konfirmation mit dem Lied „Jesus bleib in meinem Leben” ein. Der Apostel bekräftigte noch einmal die Aussage aus dem Gottesdienst: Gott sagt ja zu Euch als Menschen. So wie ihr seid, seid ihr richtig und in der Gemeinde als eigenverantwortliche Christen sehr willkommen. Gott sucht nicht den Perfekten, sondern den Glaubenden. Der Apostel empfahl ihnen, aufeinander zu sehen, zu achten und in Kontakt zu bleiben.
Die Konfirmanden legten das Glaubensbekenntnis und ihr Konfirmationsgelübde ab. Im Anschluss spendete der Apostel ihnen den Segen zur Konfirmation.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls empfing das Eiserne Hochzeitspaar den Segen zu ihrem besonderen Ehejubiläum. Der Chor trug dazu das Wunschlied „Bis hierher hat der Herr geholfen” vor. In seiner Ansprache an das Ehepaar hob der Apostel ihre Liebe, Beständigkeit und Zuverlässigkeit zu Gott und zueinander hervor. Er betonte das Gott da ist und auch weiter segnen will.
Seinen Abschluss fand der Festgottesdienst im von Chor und Instrumentalgruppe vorgetragenen Loblied „Herr, unser Gott, dich loben wir”.
Neuapostolische Kirche